Camper-Wartung zum Jahresstart – unsere persönliche To-do-Liste 🚐
Geschrieben von: Melanie · 23. Feb. 2026 · Blog
Der Winter war lang, das Wohnmobil stand (meist) still – und jetzt juckt es wieder in den Fingern. Die erste Tour des Jahres steht an, die Sonne zeigt sich öfter und plötzlich stellt sich diese eine Frage:
Ist unser Camper eigentlich wirklich startklar?
Aus eigener Erfahrung wissen wir: Gerade nach der Winterpause rächen sich kleine Versäumnisse schnell. Deshalb haben wir uns über die Jahre eine feste Wartungsroutine zum Saisonstart angewöhnt – und genau diese teilen wir hier mit dir.

Camper-Wartung zum Jahresstart
Inhaltsverzeichnis
- Warum wir unseren Camper jedes Jahr zum Saisonstart checken
- Außencheck: Dach, Dichtungen & Karosserie
- Technik & Fahrzeug: Reifen, Bremsen & Motor
- Bordtechnik: Batterie, Strom & Gas
- Wasser & Sanitär: Frischwasser, Grauwasser & Toilette
- Innenraum & Sicherheit: Heizung, Lüftung & Kleinigkeiten
- Dokumente & Fristen: HU, Gasprüfung & Versicherung
- Fazit: Mit gutem Gefühl in die neue Campersaison starten
1. Warum wir unseren Camper jedes Jahr zum Saisonstart checken
Nach der Winterpause sieht vieles auf den ersten Blick okay aus – aber genau da liegt die Gefahr. Standzeit, Frost, Feuchtigkeit und Temperaturschwankungen hinterlassen ihre Spuren oft unbemerkt.
Unsere Erfahrung: Ein gründlicher Check vor der ersten Fahrt verhindert 90 % der typischen Saisonstart-Probleme.
2. Außencheck: Dach, Dichtungen & Karosserie
Wir starten immer außen – einmal komplett ums Fahrzeug herum:
- Sichtprüfung von Aufbau und Karosserie
- Fenster- und Türdichtungen auf Risse oder Porosität prüfen
- Dach kontrollieren (Dachhauben, Antenne, Solar, Übergänge)
- Markise einmal komplett ausfahren
Kleine Risse oder lose Stellen lassen sich jetzt noch einfach beheben – unterwegs eher nicht.
3. Technik & Fahrzeug: Reifen, Bremsen & Motor
Nach längerer Standzeit schauen wir besonders genau hin:
- Reifendruck prüfen und ggf. anpassen
- Reifen auf Risse, Standplatten und DOT-Alter checken
- Bremsen bei der ersten Fahrt vorsichtig testen
- Motorraum kontrollieren (Ölstand, sichtbare Leckagen)
👉 Reifen altern auch im Stand – das wird oft unterschätzt.
4. Bordtechnik: Batterie, Strom & Gas
Jetzt wird es technisch, aber wichtig:
- Aufbaubatterie vollständig laden und prüfen
- Landstromanschluss und Sicherungen testen
- Solaranlage checken (falls vorhanden)
- Gasflaschen prüfen (Füllstand, Halterung, Schläuche)
- Gaswarner testen
Wir lassen die Technik bewusst einmal komplett laufen – lieber jetzt Probleme entdecken als auf dem ersten Stellplatz.

Camper stehen am geöffneten Gaskasten ihres Wohnmobils und kontrollieren Gasflaschen sowie wichtige Dokumente wie Prüf- und Versicherungsunterlagen.
5. Wasser & Sanitär: Frischwasser, Grauwasser & Toilette
Nach dem Winter gehen wir hier besonders gründlich vor:
- Frischwassertank spülen
- Leitungen auf Dichtheit prüfen
- Wasserpumpe testen
- Grauwasser- und Fäkalientank kontrollieren
- Toilettendichtungen pflegen
Falls nicht komplett entleert wurde, ist Vorsicht geboten – Frostschäden zeigen sich oft erst beim Befüllen.
6. Innenraum & Sicherheit: Heizung, Lüftung & Kleinigkeiten
Zum Schluss kümmern wir uns um die Dinge, die unterwegs richtig nerven können:
- Heizung einmal laufen lassen
- Dachhauben und Fenster prüfen
- Rauch-, CO- und Gaswarner testen
- Scharniere, Schlösser und Auszüge checken
- Kleiner Frühjahrsputz (gehört für uns einfach dazu)
7. Dokumente & Fristen: HU, Gasprüfung & Versicherung
Mindestens genauso wichtig wie die Technik:
- HU / TÜV: Ist der Termin bald fällig? Frühzeitig planen!
- Gasprüfung (G 607): Alle 2 Jahre erforderlich
- Versicherung & Schutzbrief:
Passt der Schutz noch zu eurer Nutzung? Ausland, Pannenhilfe, Abschleppen? - Fahrzeugpapiere und ggf. grüne Versicherungskarte prüfen
👉 Wir legen uns einmal im Jahr eine kleine Fristen-Übersicht an – das spart Nerven.
Fazit: Mit gutem Gefühl in die neue Campersaison starten
Die Wartung zum Jahresstart ist für uns kein Pflichtprogramm, sondern Urlaubsvorbereitung.
Wer jetzt sorgfältig prüft, fährt später entspannter los – ohne böse Überraschungen, ohne unnötige Werkstatttermine.
Unser Leitsatz:
Lieber einen Nachmittag investieren als den ersten Urlaubstag auf dem Parkplatz verbringen.


